Der Verband der polnischen Gemeinden der Euroregion „Pro Europa Viadrina“ teilt mit:

Am 30. März 2026 fand in Gorzów ein Treffen statt, das der Zukunft der Bahnlinie Nr. 203 / RB 26 gewidmet war, die für den Verkehr in der Grenzregion von entscheidender Bedeutung ist.

Gastgeber des Treffens war der Verband der polnischen Gemeinden der Euroregion „Pro Europa Viadrina“.

An dem Treffen nahmen Kommunalpolitiker aus den Wojewodschaften Lubuskie und Großpolen teil, darunter der Landrat von Gorzów, Krzysztof Karwatowicz, der Bürgermeister von Kostrzyn nad Odrą, Andrzej Kunt, die Bürgermeisterin von Krzyż Wielkopolski, Marta Kubiak, sowie der Vertreter des Landkreises Czarnków-Trzcianka, Paweł Siemiński.

Die deutsche Seite wurde vertreten durch den Geschäftsführer des Vereins IGOB e.V. (Interessen-Gemeinschaft Ostbahn) Frank Schütz sowie Guido Noack und Jacek Jeremicz von der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg (IHK Ostbrandenburg).

„Wir sind auf Initiative der deutschen Seite zusammengekommen, um die Zusammenarbeit wieder aufzunehmen und gemeinsam für die Verbesserung der Infrastruktur zu wirken“ – sagte der Landrat von Gorzów, Krzysztof Karwatowicz, und betonte: „Dies ist ein Projekt für die Einwohner. Ohne stabile und zuverlässige Verbindungen kann selbst die beste Infrastruktur ihre Aufgabe nicht erfüllen.“

Der Direktor der Euroregion, Krzysztof Szydłak, stellte die Aktivitäten der Euroregion zugunsten dieser Strecke vor, darunter Initiativen, Appelle an die Regierungen Polens und Deutschlands, Treffen mit Regierungsvertretern sowie die Organisation von Konferenzen und Debatten. Er betonte: „Für uns ist diese Verbindung sehr wichtig – sie stellt eine Art Entwicklungskorridor für den nördlichen Teil der Wojewodschaft dar. Deshalb treffen wir uns heute als Vertreter der drei polnischen Landkreise – Gorzów, Strzelce-Drezdenko und Czarnków-Trzcianka – zusammen mit unseren deutschen Partnern, um gemeinsam ein Modell zur Förderung und Entwicklung dieser Bahnverbindung auszuarbeiten.“

Während des Treffens stellte Frank Schütz die Aktivitäten des IGOB e.V. sowie das Engagement der deutschen Seite für den Ausbau der Eisenbahnverbindungen auf der Ost-West-Achse vor.

Die polnischen Kommunalpolitiker erörterten aktuelle und geplante Investitionen entlang der Linie 203. Es wurde darauf hingewiesen, dass viele der bereits ergriffenen und geplanten Maßnahmen für die künftige Elektrifizierung der Strecke notwendig sind. Eine dieser Initiativen ist die Modernisierung des Bahnhofs in Krzyż Wielkopolski.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass eine weitere Koordinierung der Maßnahmen und eine engere Zusammenarbeit erforderlich sind. Bürgermeister Andrzej Kunt sagte: „Diese Strecke ist vernachlässigt. Züge fallen aus oder haben Verspätung, was bei den Einwohnern große Unzufriedenheit hervorruft. Die Elektrifizierung und der zweigleisige Ausbau werden die Lebensqualität verbessern, aber auch die wirtschaftliche Entwicklung stärken.“

Es wurde auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Gruppe um weitere interessierte Kommunalverwaltungen – sowohl aus der Wojewodschaft Lubuskie als auch aus Großpolen – zu erweitern sowie gemeinsame Standpunkte abzustimmen und gemeinsame Appelle für den Ausbau der Linie 203 / RB 26 zu formulieren.

„Wir wollen, dass unsere Entscheidungsträger, auch auf deutscher Seite, diese Strecke nicht vergessen, die in Brandenburg bereits als Entwicklungskorridor fungiert. Für uns ist es ebenso wichtig, dass sie auf unserer Seite denselben Status erhält und dass endlich Mittel für ihre Modernisierung und den Ausbau bereitgestellt werden.“ sagte Direktor Krzysztof Szydłak.

Die vollständige Mitteilung ist in polnischer Sprache auf der Website der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA verfügbar.

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Titelbild: Archiv der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA