Am 18. und 19. Februar 2026 fand in Swinemünde das vierte zweitägige Arbeitstreffen der Arbeitsgruppe zur Fortschreibung des „Gemeinsamen Zukunftskonzepts für den deutsch-polnischen Verflechtungsraum – Vision 2030“ (GZK 2030) statt, die im Rahmen des Deutsch-Polnischen Raumordnungsausschusses der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit eingesetzt wurde. An der Sitzung nahmen Vertreter der Wojewodschaften Westpommern, Niederschlesien, Lubuskie und Großpolen sowie der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern teil. Traditionell nehmen an den Treffen auch Vertreter polnischer und deutscher Regierungsinstitutionen teil, darunter das Ministerium für europäische Fonds und Regionalpolitik (MFiPR) der Republik Polen sowie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Das Treffen in Swinemünde war eine weitere Etappe im Prozess der Fortschreibung des GZK 2030 bis zum Jahr 2050. Der Workshop war eine direkte Fortsetzung früherer inhaltlicher Arbeiten, darunter Sitzungen, die im September 2025 in Posen und im Dezember 2025 in Potsdam stattfanden. Ziel des Treffens in Swinemünde war es, einen Konsens über den endgültigen Wortlaut der sechs Handlungsfelder zu erzielen, narrative Vorschläge für die Einleitung der geplanten Broschüre auszuarbeiten und die Grundlagen für Karten und Datenebenen zu aktualisieren.

Die Methodik des Workshops war darauf ausgerichtet, ein gemeinsames Verständnis des Standes der Arbeiten am GZK 2050 zu schaffen. Seine Aufgabe war es, Vorschläge und Anregungen zu formulieren, die es ermöglichen, die Vorarbeiten am Konzeptentwurf abzuschließen, indem innerhalb der eingesetzten Arbeitsgruppe ein Konsens erzielt wird. Im Fokus des Prozesses stand der Übergang von der Analyse- und Konzeptionsphase zur formellen Bestätigung der Texte und Vorgaben für die Karten, was wiederum die Vorbereitung auf die Phase der öffentlichen Konsultation darstellt. Der Workshop war auf die Umsetzung von drei spezifischen Zielen ausgerichtet, von denen jedes den Einsatz geeigneter Moderationsinstrumente erforderte.

Der zweite Tag des Workshops diente der Konkretisierung des Prozesses zur Aktualisierung der Gebietskarten. Im Rahmen einer Arbeitssitzung analysierten die Teams zuvor ausgewählte Handlungsfelder. Ihre Aufgabe bestand darin, anhand vorbereiteter Arbeitsblätter folgende Ziele zu erreichen: die Definition der wichtigsten Datenebenen, die Bewertung der tatsächlichen Verfügbarkeit dieser Daten sowie die Erfassung von Informationslücken. Die erarbeiteten Annahmen wurden einer abschließenden Präsentation, einer Echtzeit-Feedbackrunde und einer verbindlichen Abstimmung im Plenum unterzogen.

Ein wichtiger Aspekt, der bei der Sitzung erörtert wurde, betraf auch die öffentliche Konsultation des Dokuments, die zwar keinen formellen Anforderungen unterliegt, aber auf Beschluss der Arbeitsgruppe transparent durchgeführt wird, um eine Überprüfung durch die zukünftigen Nutzer zu ermöglichen.

Der Fortschreibungsprozess des Zukunftskonzepts setzt die Arbeitsgruppe des Raumordnungsausschusses für die Fortschreibung im Zeitraum Januar 2025 bis Dezember 2026 um.


Text: Julita Miłosz-Augustowska, Übersetzung: Christian Gering
Foto: Bogusława Guzowska (Regionales Raumplanungsbüro der Wojewodschaft Westpommern in Stettin)